Discussion:
addieren sich die geschwindigkeiten beim frontalcrash zweier autos?
(zu alt für eine Antwort)
Kai Boisen
2005-11-24 22:28:54 UTC
Permalink
Bei einer Diskussion mit einem Freund kam es zu einer
Meinungsverschiedenheit die wir leider nich klären konnten bisher.

Die Frage war:
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.

Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde es
mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.

Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde es
mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.

Ich hab ein bißchen im Web gestochert aber leider nichts rechtes gefunden
dazu.
Die Aussagen bei Wiki zum elstatischen und unelastischen Stoß helfen mir
leider auch
nicht recht weiter.
Grundsätzlich tendiere ich eher zur Behauptung2.
Ich hoffe das Problem ist für die Mitleser nicht zu trivial und sage schon
mal danke
für evtl. Antworten.
yoghurt
2005-11-24 23:39:24 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Bei einer Diskussion mit einem Freund kam es zu einer
Meinungsverschiedenheit die wir leider nich klären konnten bisher.
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde es
mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde es
mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Ich hab ein bißchen im Web gestochert aber leider nichts rechtes gefunden
dazu.
Die Aussagen bei Wiki zum elstatischen und unelastischen Stoß helfen mir
leider auch
nicht recht weiter.
Grundsätzlich tendiere ich eher zur Behauptung2.
Ich hoffe das Problem ist für die Mitleser nicht zu trivial und sage schon
mal danke
für evtl. Antworten.
Hallo Kai

Beim inelastischen Stoss wäre Behauptung 1 die richtige. Allerdings gibt es die
Knautschzone des entgegenkommenden Fahrzeugs zu beachten (im Gegensatz zur
harten Mauer). Hierdurch wird ein wensentlicher Teil der Energie in Verformung
umgewandelt und senkt somit die Reduktion der Geschwindigkeit (negative
Verzögerung) erheblich. Aber wieviel das betragsmässig ausmacht, kann ich nicht
aus dem Stegreif ermitteln. Die Wahrheit könnte in der Mitte beider Aussagen
stecken.

Grüsse, yoghurt

-----------------------------------------
Beitrag via Excite Newsgroups gepostet.
http://www.excite.de/newsgroup
Kai-Martin
2005-11-25 01:13:09 UTC
Permalink
Post by yoghurt
Post by Kai Boisen
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde
es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde
es mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Beim inelastischen Stoss wäre Behauptung 1 die richtige.
Sie ist falsch und zwar auch auch beim elastischen Stoß und allen
Zwischenformen. Unter bestimmten idealisierenden Annahmen kann man
argumentieren, dass die zweite Antwort richtig ist.

Die entscheidende Bedingung, ist die Symmetrie. Die Aufgabenstellung
suggeriert, das das zweite Auto dem ersten wie ein Spiegelbild entgegen
fährt. Je genauer das stimmt, desto besser stimmt die erste Antwort.
Stell Dir vor, Du würdest ein Blatt Papier genau an die Stelle des Aufpralls
halten. Beim Aufprall Auto-auf-Mauer liegt das Papier von Anfang an auf der
Mauer auf. Es wird beim Aufprall durch das Auto kurzzeitig fest gegen die
Wand gepresst. Da die Wand jedoch hart ist und abstützt. Die Abstützkraft
ist genau gleich groß wie die Aufprall-Kraft (---> Newton: Actio=Reactio)
Daher bleibt das Papier heil.
Beim symmetrischen Aufprall Auto-gegen-Auto wird das Blatt Papier zu jeder
Zeit von beiden Seiten gleich stark gequetscht. Das folgt direkt aus der
Symmetrie. Es wirken also wieder von beiden Seiten gleich große Kräfte auf
das Papier. Entsprechend gibt es die gleich Knautschwirkung an beiden
Autors und das Papier bleibt wieder heil.
Offensichtlich ist es für die wirkenden Kräfte egal, ob auf der anderen
Seite des Papiers eine Wand, oder ein spiegelsymmetrisch passendes Auto
drückt. Da das Papier selbst nicht besonders steif ist, kann man es auch
weglassen und behält die Aussage über, dass es egal ist, ob der
Unfallgegner eine harte Wand, oder ein frontal mit gleicher Geschwindigkeit
entgegen kommendes, gleiches Auto ist.

Bei realen Unfällen mit realen Autos sieht die Geschichte allerdings ein
wenig anders aus. Selbst wenn die Autos gut gezielt frontal aufeinander
fahren, dann wird die Symmetrie durch Dinge wie den Motor gebrochen. Als
Ergebnis würde ein Blattpapier zwischen den beiden Autos sehr wohl
zerreißen und womöglich wird ein Fahrer durch herumfliegende Trümmer des
Unfallgegners verletzt. Das dürfte bei echter Symmetrie nicht passieren,
denn dann prallen alle Bruchstücke am jeweiligen Gegenstück ab.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.dyndns.org/blog
Manuel Hölß
2005-11-26 07:49:15 UTC
Permalink
Post by Kai-Martin
Post by Kai Boisen
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde
es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde
es mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Die entscheidende Bedingung, ist die Symmetrie. Die Aufgabenstellung
suggeriert, das das zweite Auto dem ersten wie ein Spiegelbild entgegen
fährt. Je genauer das stimmt, desto besser stimmt die erste Antwort.
Die zweite Antwort! Passt auch besser mit Deinen Erklärungen darunter
zusammen ;-)

Und zwar egal, ob der Stoss elastisch, inelastisch oder -was bei Autos
in der Regel der Fall sein dürfte- teilelastisch ist.

Grüße.
Kai Boisen
2005-11-25 18:11:55 UTC
Permalink
ich bin verwirrt :)
Post by Kai-Martin
Unter bestimmten idealisierenden Annahmen kann man
argumentieren, dass die zweite Antwort richtig ist.
------------------
so weit so gut....
Post by Kai-Martin
Die entscheidende Bedingung, ist die Symmetrie. Die Aufgabenstellung
suggeriert, das das zweite Auto dem ersten wie ein Spiegelbild entgegen
fährt. Je genauer das stimmt, desto besser stimmt die erste Antwort.
---------------

Mir ist durchaus bewußt das in der realen Welt keinerlei Zusammenstoß
passiert bei dem beide Fahrzeuge exakt die selbe Geschwindigkeit und Masse
haben.
Ich wollte auch eher den idiealisierten Fall annehmen des "Spiegelbildes"
wie du es
so schön genannt hast.
Nun verwirrt mich die Aussage oben aber ein bissel.
Du schreibst "unter idealisierten Annahmen" stimmt zwei. einen Absatz weiter
unten schreibst du aber eins ist stimmiger...

oder les ich das falsch irgendwie?
Michael Dahms
2005-11-30 09:59:39 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Ich wollte auch eher den idiealisierten Fall annehmen des "Spiegelbildes"
wie du es so schön genannt hast.
Eine Betonwand ist kein idealer mechanischer Spiegel.

Michael Dahms
Kai-Martin
2005-11-30 21:44:15 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Du schreibst "unter idealisierten Annahmen" stimmt zwei. einen Absatz
weiter unten schreibst du aber eins ist stimmiger...
Tippfelher.
Solange die Sache mit der Symmetrie im Rahmen der Messgenauigkeit keine
Rolle spielt, ist es für ein Auto egal, ob es gegen eine Betonwand, oder
ein entgegen kommendes Auto fährt. Ob die Stöße elastisch, oder inelastisch
sind, spielt dabei keine Rolle.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.dyndns.org/blog
Ralf Muschall
2005-12-01 01:53:49 UTC
Permalink
Da fragt man sich doch,
ob die "pösen, pösen Terroristi" vielleicht nicht gar eine Erfindung
sind, um Gesetze in beliebeigem Maße verschärfen zu können? Ohne
Aufmucken der Bevölkerung?
Antwort: ja.
Im Zweifelsfall legt man die Bomben selber. Ich denke da an zwei
gewisse englische Spezialagenten, die mit arabischer Verkleidung und
verlegefähiger Anschlagsbombe im Kofferraum von den irakischen
Behörden festgenommen (unter Massakrierung irakischer Polizisten) und
danach gewaltsam (unter Massakrierung irakischer Polizisten) befreit
wurden.

Ralf
--
GS d->? s:++>+++ a+ C++++ UL+++ UH++ P++ L++ E+++ W- N++ o-- K-
w--- !O M- V- PS+>++ PE Y+>++ PGP+ !t !5 !X !R !tv b+++ DI+++
D? G+ e++++ h+ r? y?
Kurt Bindl
2005-11-25 12:53:31 UTC
Permalink
Also als unbeteiligter Autofahrer (Laie)
seh ich das so.

Wenn ein Auto an eine Betonwand fährt,
dann ist das genauso als wenn es
gegen ein entgegenkommendes Auto fährt
(gleiche geschw. gleiches Auto).

Und zwar deswegen, weil eine Betonwand nicht "nachgiebt",
aber ein entgegenkommendes Auto soweit nachgiebt, dass Gleichstand
herrscht.
Also ist es Identisch.

Gruss Kurt
Hendrik van Hees
2005-11-25 06:21:40 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Bei einer Diskussion mit einem Freund kam es zu einer
Meinungsverschiedenheit die wir leider nich klären konnten bisher.
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als
würde es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand
fahren.
Wie kommt Ihr denn darauf? Vielleicht guckt Ihr mal in geeigneten
Physikbüchern unter "inelastischer Stoß", "Schwerpunktsenergie" etc.
nach ;-).
--
Hendrik van Hees Texas A&M University
Phone: +1 979/845-1411 Cyclotron Institute, MS-3366
Fax: +1 979/845-1899 College Station, TX 77843-3366
http://theory.gsi.de/~vanhees/ mailto:***@comp.tamu.edu
Anselm Proschniewski
2005-11-25 07:17:27 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde es
mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Den Begriff "Aufprallenergie" gibt es nicht. Die kinetische Energie, die
ein Fahrzeug vor dem Aufprall besitzt, ist in beiden Fällen m/2*v².
Post by Kai Boisen
Behauptung 2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde es
mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Vielleicht willst du auf die "Wirkung" des Aufpralls hinaus. Dazu
verwendet man üblicherweise die auftretenden Verzögerungen, die ein Maß
für die wirkenden Kräfte (z.B. Gurtkräfte) sind, bzw. ein Maß für die
auftretenden Verletzungen bei den Unfallopfern.

Bei einem Zusammenstoß von zwei gleichen Fahrzeugen gilt in erster
Näherung das Symmetrieprinzip, das Kai-Martin beschrieben hat.

Ein realer Unfall verläuft aber asymmetrisch, d.h. selbt wenn zwei
identische Fahrzeuge zusammenstoßen, dann tun sie dies nicht exakt
frontal, auch sind PKWs wegen der Lenkung nicht exakt symmetrisch.
Die Unfallzone bleibt daher keine Ebene (so wie die feste Betonwand).
Das Ergebnis ist IMH etwas günstiger, weil die Verzögerungswege infolge
der Knautschzonen länger sind als bei einem Aufprall auf die feste Wand.
Außerdem wird ein Teil der Translationsenergie in Rotationsenergie
umgesetzt.
Ob dies aber günstig für die Insassen ist, vermag ich nicht zu sagen.
Möglicherwsie ja, denn nun kommen zum Energieabbau auch Seitenairbags in
Funktion, die bei einem reinen Frontalzusammenstoß nichts bewirken.
Andererseits ist aber der menschliche Körper gerade für solche
Rotationsimpulse besonders empfindlich ("Schleudertrauma").

Physikalisch ist dies aber trotzdem ein "symmetrischer" Vorgang, der
für Fahrzeug 1 und Fahrzeug 2 identisch abläuft.

Anselm aus Stuttgart/Esslingen
Hans-Bernhard Broeker
2005-11-25 11:48:18 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist f?r ein Fahrzeug so gro? als w?rde es
mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist f?r ein Fahrzeug die selbe als w?rde es
mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Behauptung2 ist zwar nicht streng richtig, aber adaequat, srich: bis
zu dem selben, geringen Grad an Detail, den die Frage aufweist, ist
auch die Antwort korrekt.

Es kann erhellend wirken, eine dritte Antwort-Moeglichkeit zu
betrachten, und zu sehen, wie sie mit der Frage und den beiden anderen
Antworten in Beziehung steht:

Behauptung3: Die Aufprallenergie ist fuer ein Fahrzeug genau so gross
als wuerde es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen das stehende
andere Fahrzeug rauschen.

Behauptung3 ist korrekt, wie man leicht sehen kann: Ein Beobachter,
der in einem unbeteiligten dritten Auto neben einem der beiden Wagen
aus der Fragestellung herfaehrt, sieht exakt diese Situation: ein
Wagen steht, der andere rauscht mit doppeltem Tempo dagegen.

Nach dem Unfall fallen aber aus Sicht dieses Dritten beide Crash-Autos
mit einfacher Geschwindigkeit hinter ihm zurueck --- den er faehrt ja
einfach weiter, waehrend die Unfall-Autos im Grossen und Ganzen sofort
and der Unfallstelle liegen bleiben.

Zusammengefasst: es gibt durchaus einen wichtigen Fall, in dem man die
doppelte Geschwindigkeit wie beim symmetrischen Frontalaufprall
braucht, um den selben Schaden anzurichten, der also Behauptung1
aehnelt. Dabei handelt es sich aber nicht um den Zusammenstoss mit
einer Wand, sondern um den mit einem geparkten Fahrzeug.
--
Hans-Bernhard Broeker (***@physik.rwth-aachen.de)
Even if all the snow were burnt, ashes would remain.
Hans-Bernhard Broeker
2005-11-25 12:04:17 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist f?r ein Fahrzeug so gro? als w?rde es
mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist f?r ein Fahrzeug die selbe als w?rde es
mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Behauptung2 ist zwar nicht streng richtig, aber adaequat, sprich: bis
zu dem selben, geringen Grad an Detail, den die Frage aufweist, ist
auch die Antwort korrekt.

Es kann erhellend wirken, eine dritte Antwort-Moeglichkeit zu
betrachten, und zu sehen, wie sie mit der Frage und den beiden anderen
Antworten in Beziehung steht:

Behauptung3: Die Aufprallenergie ist fuer ein Fahrzeug genau so gross
als wuerde es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen das stehende
andere Fahrzeug rauschen.

Behauptung3 ist korrekt, wie man leicht sehen kann: Ein Beobachter,
der in einem unbeteiligten dritten Auto neben einem der beiden Wagen
aus der Fragestellung herfaehrt, sieht exakt diese Situation: ein
Wagen steht, der andere rauscht mit doppeltem Tempo dagegen.

Nach dem Unfall fallen aber aus Sicht dieses Dritten beide Crash-Autos
mit einfacher Geschwindigkeit hinter ihm zurueck --- den er faehrt ja
einfach weiter, waehrend die Unfall-Autos im Grossen und Ganzen sofort
and der Unfallstelle liegen bleiben.

Zusammengefasst: es gibt durchaus einen wichtigen Fall, in dem man die
doppelte Geschwindigkeit wie beim symmetrischen Frontalaufprall
braucht, um den selben Schaden anzurichten, der also Behauptung1
aehnelt. Dabei handelt es sich aber nicht um den Zusammenstoss mit
einer Wand, sondern um den mit einem geparkten Fahrzeug.
--
Hans-Bernhard Broeker (***@physik.rwth-aachen.de)
Even if all the snow were burnt, ashes would remain.
SYKlye
2005-11-25 13:27:19 UTC
Permalink
Jürgen Clade
2005-11-25 13:57:59 UTC
Permalink
Beide Behauptungen sind offensichtlich falsch!
Und warum postest Du dieses Zeug dann, wenn Du selber schon weißt, daß
es falsch ist?

MfG,
Jürgen
SYKlye
2005-11-25 14:18:51 UTC
Permalink
Kai-Martin
2005-11-25 14:49:07 UTC
Permalink
ich poste dieses Zeug, weil es die Ausgangsfrage von Kai Boisen
beantwortet.
Kai schrieb (Hervorhebungen durch mich):
/------------
| Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für *ein* Fahrzeug so groß als würde
| es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
|
|Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für *ein* Fahrzeug die selbe als würde
|es mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
\----------

Er stellt also ausdrücklich keine Behauptung über die gesamte
Aufprall-Energie auf, sondern nur über den Anteil der auf ein Auto
entfällt. Du stellst im wesentlichen fest, dass die gesamte
Aufprall-Energie bei am Unfall beteiligten Autos größer ist, als wenn ein
Auto gegen eine Wand fährt. Das ist, nun ja, trivial. Es macht aber keine
Aussage über die Richtigkeit der beiden von Kai vorgeschlagenen
Behauptungen.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.dyndns.org/blog
SYKlye
2005-11-25 17:09:28 UTC
Permalink
SYKlye
2005-11-26 10:50:00 UTC
Permalink
Weil das die Frage von Kai Boisen beantwortet
Georg Kreyerhoff
2005-11-26 10:20:21 UTC
Permalink
Zwei Fahrzeuge gleicher Masse m und Geschwindigkeit v prallen zusammen.
Die Aufprallenergie ist die gesamte kinetische Energie BEIDER Fahrzeuge
E = 1/2 [(2m) * (2 v)^2].
Wieso (2*v)^2? Kinetische Energie ist immer noch 1/2*m*v^2 und die
Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist v und nicht 2v. Das ergibt dann
m*v^2 fuer zwei gleichartige Fahrzeuge und bei vollkommener Symmetrie
verteilt sie sich symmetrisch auf die Fahrzeuge, also 1/2*m*v^2 pro
Fahrzeug.
Behauptung 1: Die Energie E = 1/2 [(2m) * (2 v)^2] ist genauso gro�
wie E = 1/2 [(1m) * (2v)^2].
Behauptung 2: Die Energie E = 1/2 [(2m) * (2 v)^2] ist genauso gro�
wie E = 1/2 [(1m) * (1v)^2].
2. ist richtig (unter idealisierten Annahmen).
Beide Behauptungen sind offensichtlich falsch!
nein.

Georg
SYKlye
2005-11-28 09:20:06 UTC
Permalink
Post by Georg Kreyerhoff
Die Aufprallenergie ist die gesamte kinetische Energie BEIDER Fahrzeuge
E = 1/2 [(2m) * (2 v)^2].
Wieso (2*v)^2? Kinetische Energie ist immer noch 1/2*m*v^2 und die
Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist v und nicht 2v. Das ergibt dann
m*v^2 fuer zwei gleichartige Fahrzeuge und bei vollkommener Symmetrie
verteilt sie sich symmetrisch auf die Fahrzeuge, also 1/2*m*v^2 pro
Fahrzeug.
Georg
Die Geschwindigkeit v der Fahrzeuge bezogen auf die Straße ist
irrelevant. Beide Fahrzeuge haben die Relativgeschwindigkeit 2v
zueinander, sie allein ist maßgebend für den Stoßvorgang.
E = [1/ 2 m * ( 2v)^2] + [1/ 2 m * ( 2v)^2] = E = 1/2 [(2m) * (2
v)^2] = m (2v)^2.

MfG

SY Klye
Lutz Terheyden
2005-11-28 16:22:18 UTC
Permalink
Post by SYKlye
Die Geschwindigkeit v der Fahrzeuge bezogen auf die Straße ist
irrelevant. Beide Fahrzeuge haben die Relativgeschwindigkeit 2v
zueinander, sie allein ist maßgebend für den Stoßvorgang.
E = [1/ 2 m * ( 2v)^2] + [1/ 2 m * (2v)^2]
= E = 1/2 [(2m) * (2v)^2] = m (2v)^2.
... [1/ 2 m * ( 2v)^2] ...
Also gehst du zunächst in das Bezugssystem von Auto A und siehst dort
die bewegte Masse von Auto B und schreibst die kinetische Energie auf.
Dass nach dem Zusammenstoß in diesem Bezugssystem
die kinetische Energie von 1/2 * 2 m * v^2 noch vorhanden ist,
wird ignoriert.
Post by SYKlye
... + [1/ 2 m * (2v)^2]
Zudem wechselst du dann ins Bezugssystem von Auto B und siehst dort
die bewegte Masse von Auto A und addierst diese kinetische Energie
zur vorhergehenden.
Stefan Sprungk
2005-11-27 17:15:19 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Bei einer Diskussion mit einem Freund kam es zu einer
Meinungsverschiedenheit die wir leider nich klären konnten bisher.
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde
es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde
es mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Ich hab ein bißchen im Web gestochert aber leider nichts rechtes gefunden
dazu.
Die Aussagen bei Wiki zum elstatischen und unelastischen Stoß helfen mir
leider auch
nicht recht weiter.
Vielleicht hilft dieser Link weiter. Ich habe mal rechnerisch Deine Autos
loscrashen lassen. Hierbei ist es für den Aufprall zunächst egal ob der
Stoß elastisch oder plastisch ist. Es kommt neben der Masse und
Geschwindigkeit auf das Kraftgesetz an, mit denen sich die Materialien
verformen. Deine beiden Autos frontal oder gegen ein festes Hindernis ist
dabei egal. Es wäre nicht egal wenn die Autos unterschiedlich wären. Dann
hätten die Insassen in dem Auto mit der größeren Masse und leichteren
Verformbarkeit einen Vorteil ,wenn sie nicht die Wand wählen sondern auf
das andere Auto auffahren.

http://de.geocities.com/stefan_sprungk/crashbetrachtung.pdf
Post by Kai Boisen
Grundsätzlich tendiere ich eher zur Behauptung2.
Ich hoffe das Problem ist für die Mitleser nicht zu trivial und sage schon
mal danke
für evtl. Antworten.
MFG Stefan
Stefan Sprungk
2005-11-27 17:17:28 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Bei einer Diskussion mit einem Freund kam es zu einer
Meinungsverschiedenheit die wir leider nich klären konnten bisher.
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde
es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde
es mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
Ich hab ein bißchen im Web gestochert aber leider nichts rechtes gefunden
dazu.
Die Aussagen bei Wiki zum elstatischen und unelastischen Stoß helfen mir
leider auch
nicht recht weiter.
Vielleicht hilft dieser Link weiter. Ich habe mal rechnerisch Deine Autos
loscrashen lassen. Hierbei ist es für den Aufprall zunächst egal ob der
Stoß elastisch oder plastisch ist. Es kommt neben der Masse und
Geschwindigkeit auf das Kraftgesetz an, mit denen sich die Materialien
verformen. Deine beiden Autos frontal oder gegen ein festes Hindernis ist
dabei egal. Es wäre nicht egal wenn die Autos unterschiedlich wären. Dann
hätten die Insassen in dem Auto mit der größeren Masse und leichteren
Verformbarkeit einen Vorteil ,wenn sie nicht die Wand wählen sondern auf
das andere Auto auffahren.

http://de.geocities.com/stefan_sprungk/crashbetrachtung_2.pdf
Post by Kai Boisen
Grundsätzlich tendiere ich eher zur Behauptung2.
Ich hoffe das Problem ist für die Mitleser nicht zu trivial und sage schon
mal danke
für evtl. Antworten.
MFG Stefan
Andreas Pflug
2005-11-28 16:32:47 UTC
Permalink
Post by Kai Boisen
Bei einer Diskussion mit einem Freund kam es zu einer
Meinungsverschiedenheit die wir leider nich klären konnten bisher.
Zwei Fahrezeuge gleicher Masse und Geschwindigkeit prallen zusammen.
Behauptung 1: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug so groß als würde
es mit der doppelten Geschwindigkeit gegen eine feste Wand fahren.
Behauptung2: Die Aufprallenergie ist für ein Fahrzeug die selbe als würde
es mit einfachen Geschwindigkeit gegen eine Wand rauschen.
nimmt man an, dass nach dem Aufprall beide Fahrzeuge in
der Mitte liegenbleiben (der Zusammenstoß also voll-plastisch ist),
dann ergibt sich Behauptung 2.

(a) Im Ruhesystem der Straße:
Beide Fahrzeuge kommen mit der Energie 1/2 m v² an,
die kinetische Gesamtenergie beträgt also m v². Diese Energie
geht voll in die Deformation beim Aufprall ein.
Pro Fahrzeug sind das wiederum 1/2 m v² - also genauso viel wie bei
einem Fahrzeug und einer Wand.

(b) Im Ruhesystem z. B. des linken Wagens:
Der rechte Wagen kommt mit einer Geschwindigkeit von 2v an
entsprechend einer Energie von 1/2 m (2v)². Nach der Kollision
bewegen sich _beide_ Wagen mit einer Geschwindigkeit von
v nach links (weil das Koordinatensystem sich relativ zur
Straße mit v nach rechts bewegt...).
Die Deformierungsenergie der Kollision ergibt sich aus der Differenz
1/2 m (2v)² - 1/2 m v² * 2 = m v²,
ist also genauso groß wie in Betrachtung (a).

MfG

Andreas
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